Nickelbeschichtung
Die Nickelbeschichtung ist sowohl eigenständig als auch beispielsweise als Zwischenschicht für Vergoldungen eine effektive Beschichtungslösung.
Nickel gehört aufgrund seiner guten technischen und dekorativen Eigenschaften zu den am häufigsten eingesetzten Metallen in der Oberflächenbehandlung. Es ist ein magnetisches Metall und weist eine gute Alkalibeständigkeit auf. Die Beschichtung zeichnet sich durch Eigenschaften wie Glanz, Härte, Zähigkeit, thermische und elektrische Leitfähigkeit sowie Korrosionsbeständigkeit aus. Diese Eigenschaften lassen sich durch unterschiedliche Elektrolyttypen gezielt einstellen.
Nickelbeschichtungen wirken zudem als Diffusionssperre, beispielsweise als Zwischenschicht zwischen Kupfer und Gold.
Wir bieten folgende Arten der Nickelbeschichtung an:
Glanznickel
- Erhöht den Glanzgrad des Grundmaterials. Häufig als Zwischenschicht für optische und dekorative Bauteile mit hohen Glanzanforderungen eingesetzt
- Härte: 150–220 HP
- Typische Schichtdicken: 2–20 µm
Halbglanznickel
- Geringerer Glanzgrad, dafür geringere Schichtspannungen und bessere Korrosionsbeständigkeit als Glanznickel
- Weicher und zäher als Glanznickel
- Härte: 150–200 HP
- Typische Schichtdicken: 2–20 µm
- Die Kombination aus Halbglanz- und Glanznickel ergibt die sogenannte Duplex-Nickelbeschichtung, die die Vorteile beider Schichten vereint.
Messinggriff
Autokatalytisches (chemisches) Nickel
Autokatalytische Nickelbeschichtung ist die offizielle Bezeichnung dieses Verfahrens, gebräuchlicher ist jedoch der Begriff chemische Nickelbeschichtung. Die Nickelschicht wird ohne externe Stromzufuhr abgeschieden. Der Vorteil gegenüber galvanischem Nickel liegt im gleichmäßigen Schichtwachstum auf allen Oberflächen des Bauteils.
Je nach Badtyp werden Phosphor oder Bor in die Beschichtung mitabgeschieden. In unserem chemischen Nickelbad werden 8–10 % Phosphor in die Schicht eingebracht. Phosphor verbessert die Korrosionsbeständigkeit im Vergleich zu galvanischem Nickel.
- Härte: 605 HP
- Typische Schichtdicken: 5–20 µm
Durch geeignete Vorbehandlungen kann chemisches Nickel auch auf nichtleitenden Oberflächen wie Kunststoff abgeschieden werden.



